„Auf ins Ruhrgebiet! Jugendliche Arbeitsmigranten in den 1950er Jahren“: LWL stellt DVD im DBM vor

DBM tritt Dual Career Netzwerk Ruhr (DCN Ruhr) bei

Anfang der 1950er Jahre fehlten im Steinkohlenbergbau des Ruhrgebiets Arbeitskräfte. Deshalb wurden Jugendliche aus anderen Teilen Deutschlands angeworben. Wie das funktionierte zeigt jetzt eine neue DVD, die der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) mit Unterstützung des montan.dok herausgegeben hat. Die Premiere der DVD, die Bergbau-Werbefilmen Interviews mit Zeitzeugen gegenüberstellt, findet am Dienstag, den 4. Juli um 18.30 Uhr im DBM+ statt. Der Eintritt ist frei, um Anmeldung an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! bis zum 30. Juni wird gebeten.

Der neue Film des LWL-Medienzentrums für Westfalen erinnert an dieses wichtige Kapitel in der Geschichte des Steinkohlenbergbaus und des Ruhrgebiets in der unmittelbaren Nachkriegszeit. Regisseurin Andrea Wirtz hat Werbefilme des Bergbaus mit den Aussagen dreier Zeitzeugen verwoben und einen Film geschaffen, der aufzeigt, wie die unmittelbare Nachkriegsgeneration als Bergmann Fuß im Arbeitsleben fasste. Der Film zeigt auch das Leben außerhalb der Arbeit auf dem Pütt. Denn die angeworbenen jungen Männer erhielten neben der Ausbildung eine intensive Betreuung in Lehrlingsheimen und sogenannten Pestalozzidörfern, wo sie mit anderen Familien lebten. Der Verdienst war vergleichsweise gut und die Sozialleistungen waren umfangreich. Direkt nach der Lehre – so zeigen es Szenen aus Werbefilmen und bestätigen es die Aussagen der Interviewten – konnten die Knappen eine eigene Wohnung, manchmal sogar ein Haus beziehen. So haben die Bergwerksgesellschaften ihre Arbeitskräfte an sich gebunden.



Über das Filmarchiv des LWL-Medienzentrums und die Filmsammlungen des montan.dok

Das Filmarchiv des LWL-Medienzentrums hat die Aufgabe, Filmdokumente über Westfalen zu sammeln, zu sichern und zu erschließen. Neben zahlreichen Kommunalarchiven nutzen Heimatvereine und Privatpersonen das kostenfreie Angebot, Filme sachgerecht einzulagern.

Das Montanhistorische Dokumentationszentrum (montan.dok) am Deutschen Bergbau-Museum Bochum bewahrt in seinem Bergbau-Archiv Bochum eine umfangreiche Filmsammlung zum Thema Bergbau. Mit etwa 2900 Filmrollen und weit über 1200 Filmtiteln ist sie die wohl größte Sammlung bergbaulicher Wirtschaftsfilme in der Bundesrepublik Deutschland. Inhaltlich wird die Sammlung durch die Vielfalt der historischen Verwendungen des Mediums durch Bergbauunternehmen und –verbände geprägt: Filme wurden zu Repräsentations-, Lehr- und Werbezecken oder zur Dokumentation genutzt. ung dem Netzwerk bei.

Premiere

Dienstag, 04. Juli 2017
18:30 Uhr im DBM+
Deutsches Bergbau-Museum Bochum
Eingang: Europaplatz

Der Eintritt ist frei.
Aufgrund begrenzter Platzkapazitäten wird bis zum 30. Juni um Anmeldung per E-Mail gebeten an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Weitere Informationen zum LWL-Medienzentrum: www.westfalen-medien.lwl.org
Weitere Informationen zum montan.dok: www.bergbaumuseum.de/montan-dok


26. Juni 2017

Anschrift

Am Bergbaumuseum 28
44791 Bochum

Zentrale
Tel +49 (234) 5877 0
Fax +49 (234) 5877 111

Besucherinformation
Tel +49 (234) 5877 126/128
(außer montags)

Öffnungszeiten

Mo
geschlossen
Di-Fr
08.30-17.00 Uhr
Sa-So, Feiertage
10.00-17.00 Uhr
01. Jan, 01. Mai, 24.-26. und 31. Dez
geschlossen

Letzte Grubenfahrt 15.30 Uhr, letzte Turmfahrt 16.30 Uhr.

Preise

Erwachsene
6,50 €
Erwachsene ermäßigt
3,00 €
Familienkarte
14,00 €
Jahreskarte
15,00 €
Familien-Jahreskarte
30,00 €
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