Umbau Deutsches Bergbau-Museum Bochum

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Programm September - Dezember 2017

Packendes Museum - Das DBM im Aufbruch

Lehrprojekt UNTER TAGE zur Erforschung historischer Bergwerksrealität

Auftaktveranstaltung des Lehrprojekts Unter Tage im DBM

Am Germanistischen Institut der Ruhr-Universität Bochum ging am 14. Februar ein großangelegtes Lehrprojekt in die zweite Runde, an dem mehrere Bochumer Professuren sowie Partnerinstitutionen beteiligt sind. Größtenteils von der Robert Bosch Stiftung finanziert und Teil des renommierten „Denkwerk“-Programms, zielt das Projekt „Unter Tage“ darauf ab, Schülerinnen und Schüler und Lehrerinnen und Lehrer einen Einblick in aktuelle geistes- und sozialwissenschaftliche Forschung zu geben. Bereits 2016 wurde das Projekt mit großem Erfolg durchgeführt. 2017 ist die Zahl der beteiligten Schulen noch einmal gestiegen.

Auch im zweiten Projektjahr wird unter Leitung von Professor Dr. Sebastian Susteck vom Arbeitsbereich germanistische Literaturdidaktik an der Erforschung von historischer Bergwerksrealität und Bergwerksphantasien in Kunst und Alltagskultur gearbeitet. In diesem Jahr lautet der Schwerpunkt „Kampfplatz Bergbau“ und berührt Fragen von Existenzkampf, Arbeitskampf aber auch den Wandel von der Industrie- zur wiederbegrünten Landschaft und das Bemühen um eine neue Regionalidentität der ehemaligen Bergbauregionen. Für Schülerinnen und Schüler wird damit ein weiteres Mal ein Schlüsselthema zum Verständnis des Ruhrgebiets wie weiterer Bergwerksregionen geöffnet. Sie gehen dabei Fragen nach, wie die Welt unter Tage literarisch, dokumentarisch und künstlerisch erfasst wurde. Welche Phantasien sind aus ihr hervorgegangen und haben von Romanen über Filme und Fotografien bis hin zu Bildbänden und Werbebroschüren des Fremdenverkehrs eine ganze (Text-Bild-)Kultur geprägt?

Insgesamt 50 Schülerinnen und Schüler von sieben Schulen aus den zwei Regionen Ruhrgebiet und Siegerland werden zur Auftaktveranstaltung am 14. Februar an der Ruhr-Universität Bochum erwartet. Sie machen sich nicht nur mit dem Projektthema vertraut, sondern lernen auch die Ruhr-Universität Bochum als einen Forschungsbetrieb kennen, der auf ehemaligem Bergbau-Gelände errichtet ist. Passend zum Projektthema beherbergt die Universität Reste freigelegter Flöze ebenso wie Bibliotheken und Bilder, die Bergbauvorstellungen des 19., 20. und 21. Jahrhunderts Ausdruck verleihen: Die von den Dämonen der Tiefe erzählen, in Bergwerksstollen Symbole für das menschliche Unterbewusste finden oder eine technische Realität in menschenfeindlicher Umgebung schildern.

Professor Dr. Sebastian Susteck hebt die Bedeutung des Projekts hervor: „Es geht darum, die Schüler mit der wissenschaftlichen Herangehensweise vertraut zu machen und ihnen die vielfältigen künstlerischen Auseinandersetzungen mit den Bergwelt-Phantasien bewusst zu machen.“ Zusammen mit einem Team aus einer wissenschaftlichen Mitarbeiterin und Studierenden (Dr. Karin Yeşilada, Justin Mantoan und Jan-Nicolas Aslanidis) und in Kooperation mit Prof. Dr. Benedikt Jeßing (Germanistik) und Prof. Dr. Dieter Ziegler (Geschichtswissenschaften) wird dieses Ziel durch die Verbindung unterschiedlicher Aktivitäten erreicht. Hierzu gehört die kontinuierliche Forschung in Arbeitsgruppen. Bereits während der Auftaktveranstaltung werden sich die Schülerinnen und Schüler für einen Projektschwerpunkt entscheiden und Impulse für ihre Arbeit erhalten.

Am 2. März 2017 erhielten die Schülerinnen und Schüler im Deutschen Bergbau-Museum Bochum einen Einblick in die Bergbau-Welt und werden dabei von Museumspädagogen angeleitet. Im April 2017 werden sie in einem Workshop am Alfried Krupp-Schülerlabor wissenschaftspropädeutisch eingewiesen. Ein Medien-Workshop an der RUB wird sie bei der Vorbereitung ihrer verschiedenen medialen Präsentationen unterstützen. Am Ende des Jahres werden sie ihre Projektergebnisse der Öffentlichkeit präsentieren – Glück auf!

Weitere Informationen:

http://staff.germanistik.rub.de/unter-tage/
http://www.dekphil.ruhr-uni-bochum.de/forschung/einzelforschung/germanistischesinstitut.html

Verantwortlich:

Prof. Dr. Sebastian Susteck
Ruhr-Universität Bochum, Fakultät für Philologie, Germanistisches Institut

Quelle: Ruhr-Universität Bochum

Flyer (PDF)


4. März 2017

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44791 Bochum

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Familien-Jahreskarte
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