After-Work-Vortrag mit Forschungsleiter Prof. Thomas Stöllner

 
Foto: Fabian Schapals/DBM

Mit den After-Work-Vorträgen zeigt das Deutsche Bergbau-Museum Bochum (DBM) alle zwei Monate, was es bedeutet, ein Leibniz-Forschungsmuseum zu sein. Ein Wissenschaftler bzw. eine Wissenschaftlerin aus den forschenden Bereichen des DBM stellt dann in einem Kurzvortrag seinen Arbeitsbereich anhand eines konkreten Forschungsprojekts vor. Am Mittwoch, 11. Januar, um 18 Uhr ist dies DBM-Forschungsleiter Prof. Dr. Thomas Stöllner.

Stöllner spricht in seinem Vortrag über eines seiner aktuellen Forschungsprojekte: „Auf den Spuren verunglückter antiker Salzbergbauleute: Die Ausgrabungen im Bergwerk von Chehrabad in Iran“.

2016 war die Montanarchäologie des DBM erneut grabend in Iran tätig: Im Salzbergwerk von Chehrabad wurde weiter an dem Grubenunglück geforscht, das um 400 v. Chr. viele Bergleute in den Tod riss. Die damalige Katastrophe ist jedoch für Archäologen heute eine reiche Forschungsgrundlage: Anhand der Funde können interessante Rückschlüsse auf die Lebensumstände der Menschen in dieser Zeit gezogen werden. Mithilfe der montanarchäologischen Forschung können beispielsweise Fragen nach dem Wohnort oder den Versorgungswegen und -weisen beantwortet werden. Stöllner ist seit 2000 Leiter des Forschungsbereichs Montanarchäologie, seit 2013 auch Abteilungsleiter Forschung am DBM und seit 2009 zudem Professor für Ur- und Frühgeschichte an der Ruhr-Universität Bochum (RUB). Stöllner ist spezialisiert auf die Erforschung von vorrömischen Metallzeiten, Montanarchäologie in Europa, Eurasien sowie dem Vorderen Orient, Naturwissenschaften in der Archäologie sowie Ritual und naturheilige Plätze in der Archäologie. Er studierte Vor- und Frühgeschichte, Anthropologie, Christliche Archäologie und Geologie an den Universitäten Salzburg, Regensburg, Wien und Marburg. Seine wissenschaftliche Karriere begann er in Marburg, Stationen in Salzburg und Adelaide folgten.

Seine internationalen Forschungsreisen und -tätigkeiten führen ihn immer wieder in Krisenregionen der Welt, nicht selten sind seine Grabungstätigkeiten von politischen Begebenheiten des jeweiligen Landes beeinflusst.

Die Vorträge beginnen jeweils um 18 Uhr im Hörsaal des Museums, der Eintritt ist frei.

Nächster Termin:
Mi, 08. März 2017 Daniel Demant über „Keltische Schmiede und Hüttenleute im Siegerland: Wie verstehe ich ihre Arbeit?“


5. Januar 2017

Anschrift

Am Bergbaumuseum 28
44791 Bochum

Zentrale
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Fax +49 (234) 5877 111

Besucherinformation
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(außer montags)

Öffnungszeiten

Mo
geschlossen
Di-Fr
08.30-17.00 Uhr
Sa-So, Feiertage
10.00-17.00 Uhr
Ostermontag, Pfingstmontag
10.00-17.00 Uhr
16. Dezember 2016
08.30-12.00 Uhr
01. Jan, 01. Mai, 24.-26. und 31. Dez
geschlossen

Letzte Grubenfahrt 15.30 Uhr, letzte Turmfahrt 16.30 Uhr.

Preise

Erwachsene
6,50 €
ermäßigt
3,00 €
Familienkarte
14,00 €
Jahreskarte
15,00 €
Familien-Jahreskarte
30,00 €
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